Expertenrat
Leichte Erkrankungen bei Kindern
Maja Steingruber, Drogistin HF und Geschäftsführerin der Dropa Drogerie in Romanshorn gibt Ratschläge zum Umgang mit kranken oder leicht verletzten Kindern und weist Sie darauf hin, wann eine ärztliche Abklärung angezeigt ist. Zudem erhalten Sie Informationen zu rezeptfreien Medikamenten.
Martina L. fragt: Mein Sohn ist 22 Monate alt und hat einen Ferritinwert von 17,1. Ich gebe ihm ein Eisenpräparat für Kindern sowie das Schüssler Salz Nr. 3. Er isst genügend Fleisch und Gemüse; unterstützend gebe ich ihm auch regelmässig Orangensaft. Was kann ich sonst noch tun?
Maja Steingruber antwortet: Der Ferritinwert Ihres Kindes liegt an der unteren Grenze des Normalwertes. Der Ferritinwert zeigt auf, in welcher Konzentration das Eisen im Blut vorhanden ist; dies ist immer eine Momentaufnahme, die relativ und leider nicht sehr aussagekräftig ist. Der jeweilige Wert zeigt aber immerhin eine Tendenz auf. Sie haben gute Produkte gewählt. Dass sie Ihrem Sohn gleichzeitig auch Orangensaft geben, ist gut, doch nicht ausreichend. Sie könnten, um die Eisenaufnahme anzukurbeln, zusätzlich Urtica (Urtinktur aus Brennnesseln) einsetzen. Dadurch wird die Aufnahme des Schüssler Salzes positiv beeinflusst. Dosierung: 3 mal pro Tag 1 Tropfen auf ein halbes Glas Wasser geben; dies während 6-8 Wochen. Es kann eine Weile dauern, bis sich der Eisenwert Ihres Kindes normalisiert, d.h. 3-5 Monate müssten Sie sich schon gedulden.
Iris F. fragt: Sollen bereits Kinder aufhellende Zahnpasten benutzen?
Maja Steingruber antwortet: Kinder und Jugendlichen haben weisse Zähne und brauchen (noch) keine aufhellenden Pasten. Zudem sind in diversen Zahnpasten Schleifpartikel enthalten, welche die Oberfläche des Zahns behandeln. Hier ist Vorsicht geboten, denn hält man sich nicht an die sachgerechte Anwendung, beschädigt man die Zähne. Die gelbliche Verfärbung der Zähne hängt häuftig mit der Hygiene, aber auch mit den Essgewohnheiten zusammen. Eine Zahnpaste mit Erosionsschutz könnte hier Abhilfe schaffen.
Marcel W. fragt: Sollte eine Hausapotheke für Kinder mit Homöopathikas sowie mit Schüssler Salzen ausgestattet werden?
Maja Steingruber antwortet: Die Hausapothekenübersicht für Kinder listet die wichtigsten Salben, Gelees und Verbände auf, die in eine kindergerechte Hausapotheke gehören. Es ist verständlich, dass die verschiedenen Naturheilverfahren ein bisschen Verwirrung stiften können. Am Ende kommt es nicht darauf an, ob Sie Ihre Kinder mit den Schüssler Salzen oder homöopathisch behandeln. Es ist ganz individuell, was Ihnen besser behagt. Der Vorteil der Schüssler-Salz-Apotheke gegenüber der homöopathischen Taschenapotheke ist, dass die Übersicht klarer ist und man sich weniger einlesen muss. Es macht hingegen keinen Sinn, beide, also homöopahtische Mittel und Schüssler Salze, zu Hause zu haben.

